Sobald Andreas Kainz von seinen Karpfen spricht, gerät er ins Schwärmen. Von der Qualität der Fische und wie diese durch die naturnahe Haltung erreicht wird. Wie das „Weidetier“ Karpfen in den Teichen der Familie Kainz genügend Zeit hat zu einem gesunden Fisch heranzuwachsen und dass der Verzicht auf branchenübliche Mastmethoden das Fleisch seiner Karpfen kerniger und fettärmer macht. Schnell ist klar: Da geht es nicht darum die Ware anzupreisen, sondern das ist echte Begeisterung und Leidenschaft für das Handwerk und das Produkt.
Traditionsreiche Fischzucht
Seit über 60 Jahren bewirtschaftet die Familie Kainz Teiche in und um die Thayastadt Waidhofen. Insgesamt 120 ha Teichfläche sind es zurzeit, der größte Teich mit einer Fläche von stattlichen 40 Hektar. Und Fläche ist auch eines der entscheidenden Faktoren für die hohe Qualität der Fische die in Kainz‘ Teichen heranwachsen und unter der Marke „Waldviertler Karpfen“ verkauft werden. Denn während in modernen Aquakulturen Fische oft dicht aufeinander gepackt und unter Einsatz von Kraftfutter aufgezüchtet werden, genießen Karpfen in den Teichen der Familie Kainz wesentlich angenehmere Platzverhältnisse. Ganze 10 m2 stehen pro Fisch zur Verfügung, eine für Aquakulturen außergewöhnliche Dimension.
Platz und Zeit zum Wachsen
Weshalb der Karpfen auch einen guten Teil seines Nahrungsbedarfes direkt aus dem Teich decken kann - Stichwort „Weidetier“ - der Rest wird mit Getreide aus der Region zugefüttert.
Die Begeisterung und das Engagement der Familie Kainz für den Karpfen wird seit Kurzem auch in einem eigenen, bemerkenswerten Werk gezeigt: Ein Kochbuch nur mit Rezepten für den Karpfen, bevorzugt natürlich Waldviertler Karpfen. Zwei Rezepte aus dem Buch gibt es auf diesen Seiten. Das Kochbuch gibt es gegen einen geringen Unkostenbeitrag auch direkt bei der Familie Kainz.
Die speziellen Karpfen-Rezepte der Familie Kainz
Karpfenfrischkäsenockerl auf Blattsalat und Apfeldressing.
Räucherkarpfen mit den Fingern klein zerteilen. Schalotten in Öl anschwitzen und mit Gemüsesuppe ablöschen. Danach abkühlen lassen und mit Frischkäse, Karpfenstücken und Zitronensaft pürieren und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Die Masse über Nacht kalt stellen. Für das Dressing den Honig mit Gemüsesuppe erwärmen und mit den restlichen Zutaten vermengen. Den Blattsalat waschen, anrichten und mit dem Dressing übergießen. Die Masse des Karpfenfrischkäses mit zwei Esslöffeln zu Nockerl formen und auf dem Salat anrichten. Dazu passen Baguette und Weißbrotscheiben.
Zutaten für sechs Personen: 250 g Räucherkarpfen; 3 Schalotten (kleingewürfelt); 4 EL Öl; 5 EL Gemüsesuppe; 1 EL Zitronensaft; 200g Frischkäse mit Kren; Salz, Pfeffer, Zucker
Zutaten Dressing: 1 Apfel; 3 TL Honig; 5 EL Gemüsesuppe; 5 EL Apfelessig; 5 EL Öl (Tipp: Nussöl); 1 EL Zitronensaft; Salz, Pfeffer
Altenburger Karpfen à la Maridi.
In einer großen Bratenform 30 g Butter, Zwiebel und die Gewürze am Boden verteilen. Das gesalzene und gepfefferte Karpfenfilet darauf legen und mit der restlichen Butter belegen. Im vorgeheizten Rohr bei 200 Grad garen. Nach 15 Minuten das Filet mit dem Rahm bestreichen und mit Brösel und Emmentaler bestreuen und erneut für 15 Minuten in das Backrohr schieben. Dazu passen Petersilienerdäpfel und Salat.
Zutaten für zwei Personen: 1 Karpfenfilet (geschröpft); Salz, Pfeffer; 50g Butter; 1 kleine Zwiebel (gehackt); 1 Lorbeerblatt; Wacholder, Majoran, Kerbel; 150 g Sauerrahm; 2 EL Brösel; 100 g Emmentaler (gerieben).
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