Seit beinahe drei Jahrzehnten ist die mächtige Burg Rappottenstein die Kulisse für die Konzerte, die der Verein der Freunde der Burg Rappottenstein jährlich im Sommer veranstaltet. Das Programm orientiert sich an aktueller U-Musik, ist aber breit gefächert und bietet auch jungen, aufstrebenden Musikschaffenden eine Bühne. Legendär sind die Auftritte von Peter Ratzenbeck bei der Langen Nacht der Gitarren. Heuer wird Altmeister Ratzenbeck gemeinsam mit Ulli Bäer (beide feierten im Vorjahr ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum) und Christoph Schellhorn die Rappottensteiner Burgbühne bespielen. Aber auch Newcomer wie die Waldviertler Girlband Vü Bessa wird es im Sommer auf der Klangburg zu hören geben. Das Repertoire der Band umspannt einen weiten Bogen von Evergreens der Siebzigerjahre bis hin zu aktuellen Hits, von Rock bis Austropop. Außerdem geben sich The Ridin’ Dudes, Lucas Fendrich & Band und die RockRitter in Rappottenstein die Ehre eines Auftritts.
Spektakulär dürften auch die Auftritte bekannter österreichischer Musikgrößen beim mehrtägigen Open-Air-Festival am Lindenhof-Areal in Raabs an der Thaya werden. Die Thayastadt feiert heuer ihr 100-jähriges Jubiläum zur Stadternennung. Teil der Festlichkeiten ist das Festival im Juni, bei dem namhafte Künstler und Künstlerinnen wie AUT of ORDA, Ina Regen und Caro Fux gemeinsam mit Kunstschaffenden aus der tschechischen Partnerstadt Jemnice auftreten werden.
Groß aufgespielt wird 2026 auch auf einer anderen Bühne des Waldviertels: jener im prächtigen Innenhof des Schlosses Weitra. Hier steht Johann Nestroys Zauberposse „Lumpazivagabundus“ mit vergessenen musikalischen Schätzen des Wiener Komponisten Carl Michael Ziehrer auf dem Programm. Intendant Peter Hofbauer hat mit der Revueoperette ein neues Konzept geschaffen, bei dem die österreichische Theaterklassik mit einer erstklassigen Auswahl österreichischer Unterhaltungsmusik kombiniert wird. Diese moderne Form verbindet den Zauber der Musik mit der befreienden Lust am Lachen und steht somit ganz auf der Höhe der Zeit. Ein turbulentes Stück mit Publikumslieblingen wie Andy Lee Lang, Martin Muliar, Florian Stanek und Laura Hat.
Auf der Bühne des Wald4tler Hoftheaters, der wahrscheinlich renommiertesten der Region, wird seit 40 Jahren ein qualitativ hochwertiges Kulturprogramm geboten. Das Pürbacher Theaterhaus startet im Mai in seine 41. Spielsaison und dabei treffen Theaterklassiker auf Uraufführungen, Komödien auf spannende Krimis, Kabarett auf Kinderprogramm und zeitgenössische Stücke auf Gastspiele aus allen Genres. Kurz und gut: Ein vielfältiges Programm erwartet die Gäste. Das stimmungsvolle Ambiente des umgebauten Vierkanthofs und das gemütliche Café laden zum Verweilen ein sowie zum Austausch mit den Schauspielerinnen und Schauspielern nach den Vorstellungen. Das Wald4tler Hoftheater, vor vier Jahrzehnten als lokales Theaterprojekt von Harry Gugenberger, Stella Hierländer und einigen anderen „Theaternarrischen“ angestoßen, hat sich seit seinem Bestehen mit seinen professionellen Eigenproduktionen und starken Ensembles nicht nur als ein kultureller Nahversorger in der Region etabliert, sondern zieht auch Publikum aus dem ganzen Land an. „Wir sind sozusagen das kleine Landestheater des Waldviertels“, so Intendant Moritz Hierländer.
Das Theaterfestival „HIN & WEG. Tage für zeitgenössische Theaterunterhaltung“, bei dem verschiedene Veranstaltungsorte in Litschau bespielt werden, findet heuer zum neunten Mal statt. Im Zentrum stehen wie bereits in den Jahren zuvor Theaterproduktionen mit Erstaufführungen, Gastspielen und Premieren im Herrenseetheater. Die von Sigrid Horn in der Nachfolge von Ernst Molden kuratierten Abendkonzerte vertiefen das Festivalthema und runden das Programm ab. Zwischen den beiden Festivalwochenenden finden in bewährter Weise Theaterworkshops statt.
Eine ganz große Bühne für die Dichtkunst bietet die Veranstaltung Literatur im Nebel in Heidenreichstein. Das 2006 von Rudolf und Christine Scholten, dem Schriftsteller Robert Schindel sowie dem ehemaligen Heidenreichsteiner Bürgermeister Johann Pichler initiierte Literaturfest macht das nördliche Waldviertel einmal im Jahr zum Zentrum des internationalen Literaturgeschehens. Literatur im Nebel rückt an zwei intensiven Festivaltagen das Werk eines anwesenden Ehrengasts in den Mittelpunkt – präsentiert im Rahmen von hochkarätig besetzten Lesungen, Gesprächen und Vorträgen.
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